Ozeanien

 
08Mai
2014

Südinsel Neuseelands

 

Nach nicht alszulanger Zeit in Christchurch fanden sich zwei Däninnen mit denen ich zusammen ein Spaceship mieten konnte um die Südinsel für einen Monat zu bereisen.

Anfags war das Wetter leider bestenfalls beschissen... Kalt und Regen für eine ganze Woche.
Eigentlich war geplant, dass ich im Zelt schlafe. Aber nach der ersten Nacht, die wohl zu den schlimmsten meines Lebens gehörte, war dieser Plan recht schnell vom Tisch. Ein einlagiges Zelt auf nassem Boden in strömenden Regen ohne Isomatte... Ein dicker Jogginganzug, eine Decke und drei Schlafsäcke und ich war trotzdem an erfrieren und alles was patsch nass..
Also musste wir uns zu dritt ins Auto quetschen. Was nicht bequem aber um einiges wärmer war.

Von Christchurch aus ging es zunächst an der Ostküste runter Richtung Süden.
Und wenn dann mal endlich das miese Wetter aufhörte war es auch wirklich atemberaubend schön. Genau so wie man sich Neuseeland vorstellt.



Ganz im Süden hatten wir dann den kältesten Punkt erreicht.
Zum Glück war ich mittlerweile mit dicker Jacke, Handschuhe und Mütze ausgerüstet, was man von den ersten paar Tagen leider nicht sagen konnte.

 

Die ganzen Distanzen sind hier in Neuseeland einfach lächerlich nah, nachdem ich in Australien unterwegs war. Und so kamen wir schon nach kurzer Zeit an die Westküste und fuhren diese wieder hoch. Eines der mega Highlights soll der Fjordland National Park sein mit dem Milford Sound. Allgemein war es schon sehr schön und beeindruckend aber wenn man wirklich was SEHEN will musste man dafür jede Menge Geld für eine Schiffsfahrt ausgeben oder eine mehrtägige Wanderung machen, welcher wir nicht abgeneigt waren, aber der Preis von über 50$ pro Nacht in einer modrigen Hütte auf den Bergen plus dann noch irgendwie einen Shuttle zurück zum eigenen Auto bekommen hätte uns den Spaß fast 200$ pro Person kosten lassen. Also entschieden wir uns für eine 4-tägige Wanderung bei welcher wir zurück zum Auto kommen am Ende und wo die Hütten nur 15$ kosteten. Allerdings wusste ich auch bald wieso es so „günstig“ war. Weil man einfach so gut wie keine Aussichten auf der wanderung hat! Auf der einen Seite vom Berg, das Tal hoch und dann über den Sattel (einizige WIRKLICH einigermaßen gute Aussicht) und dann wieder runter auf der anderen Seite im Tal zurück...
Für mich die größte Zeit und Energie Verschwendung überhaupt. Für die beiden Mädels das absolute Highlight unserer bisherigen Reise...



Ich freute mich mehr auf Queenstown! Allgemein hier als die Abenteuerstadt bekannt, wenn auch verspottet als eher schweizerisch als neuseeländisch. Aber ich fands toll und ging bei der Gelegenheit endlich mal wieder Bungee springen.
In Cairns habe ich schon mal einen 50 Meter Sprung ins Wasser gemacht. Hier ging es aber um 143 Meter über einer Klippe!!!
Eine kleine Gondel die nur von Stahlseilen gehalten über einem riesigen Abgrund wackelt und man stellt sich auf die Kante und stürzt sich runter! Viel Zeit zum Überlegen wird einem zum Glück nicht gelassen. Und ganz anders als bei meinem „kleinen“ Sprung fiel ich diesmal wirklich lange und das Blut schießt einem irgendwann in den Kopf bis man dann irgendwann den Zug des Seils spürt und wieder langsamer wird und dann fast nochmal genauso hoch nach oben geschleudert wird! Der zweite Fall ist dann weniger schlimm (man weiß ja jetzt zumindest dass das Seil hält) und beim zweiten Mal da man wieder oben ist zieht man sich aus einer Schlinge und sitzt plötzlich bequem in der Luft und wird wieder nach oben gezogen.
Weil das ja alles nicht schon genug ist musste ich natürlich auch gleich noch den „Canyon Swing“ mit buchen. So etwas wie eine ganz ganz große Schaukel! Da man sich unmgöglich auf eine Schaukel mit 70 Meter langen Seilen setzen kann und nur durch Gewichtsverlagerung anfängt gut zu schwingen (wie man das so schön auf dem Spielplatz lernt) muss hier zu etwas trastischeren Mitteln gegriffen werden. Also stellt man sich ganz oben auf die Klippe und Springt runter und fällt bis einen das Seil greift und man durch die Schlucht schwingt! Und weil sich das noch zu langweilig anhört habe ich das ganze rückwärts und über Kopf gemacht...



Nach Queenstown bahnten wir uns den Weg weiter Richtung Norden, an zwei Gletschern vorbei mit wunderschönem Blick über zwei Seeen auf die schneebedeckten Gipfel.

Und nach ein paar weiteren Tagen kamen wir auch schon an der Nordküste der Südinsel an und es wurde merklich wärmer. Auch hier gab es wunderschöne Landschaft zu bestaunen.
Den Meisten ist wahrscheinlich bekannt, dass die Herr der Ringe Filme in Neuseeland gedreht wurden. Leider konnte ich noch keine Drehorte ausmachen, aber in Nelson, einer kleinen Stadt hier im Norden, habe ich Sauron gefunden! Der Schicksalsberg ist zwar auf der Nordinsel, genauso wie Mordor, aber der Schmied, der den EINEN Ring hergestellt hat besitzt ein kleines Juwelier Geschäft in Nelson. Und hier durfte ich den Ring der Macht in den Händen halten und sogar auf ziehen! :D
Unbegreiflich wieso man sich dabei so mächtig fühlt ^^
Aber die Erfahrung hat mir geholfen Isildur besser verstehen zu können!



Eigentlich hätten wir unser Auto wieder in Christchurch abgeben müssen. Aber uns wurde gesagt, dass die Fähre zur Nordinsel ziemlich cool sein soll und die Überfahrt kostete uns weniger als wenn wir alle geflogen wären (wenn auch nur knapp). Also setzten wir mit einer Fähre, die eher an ein Kreufahrtschiff erinnert von der Größe her, auf die Nordinsel über und kamen in Wellington an. Leider hatten wir nicht mehr viel Zeit um bis in den Norden nach Auckland zu fahren also verloren wir nicht zu viel Zeit und fuhren so ziemlich durch bis wir in der größten Stadt Neuseelands ankamen.



Und damit habe ich endlich wieder die Gegenwart eingeholt.
Hier sitze ich nun in Auckland und in zwei Tagen reise ich mich neuen Gefährten und einem neuen Gefährt weiter um auch die Nordinsel gebührend zu erkunden.
Ich weiß, ich habe nicht viele Details ausgepackt über Neuseeland, aber ich denke die Fotos sprechen am besten für sich in diesem Fall!

18April
2014

Neuseeland, Christchurch

Ein neues Kapitel in meinen Reisen beginnt.
Bisher war ich immer nur in Australien unterwegs (von einem kleinen Stopover in Dubai abgesehen) und so war es einen völlig neue Erfahrung für mich hier in Neuseeland an zu kommen. Ich hatte mir Neuseeland so vorgestellt wie ein kleines Australien. Aber tatsächlich sind die beiden Länder sich sehr verschieden. Während Australien mit unendlichen Weiten und unbegreiflichen Dimensionen in allem ausgestattet ist und die giftigsten und gefährlichsten und nervigsten Tiere dieser Erde in allem Überfluss zu bieten hat; ist Neuseeland einfach klein und gemütlich und die Schönheit des Landes ist an jeder Ecke zu sehen. In Australien muss man viele Stunden durch oft langweilige Einöden fahren, während man in Neuseeland nicht schlafen sollte auf der Autofahrt, weil man sonst mit Sicherheit wundervolle Ausblicke verpasst. Das typische Bild von grünen Hügeln und unfassbar vielen Schafen wird bestätigt, aber Neuseeland ist noch vielseitiger als man vielleicht denkt.

Ich sollte aber am Anfang beginnen.
Mitten in der Nacht komme ich also in Christchurch an. Vielleicht ist dem ein oder anderen der Name noch ein Begriff, weil es hier vor ein paar Jahren ein zwei ganz schlimme Erdbeben gegen hatte die die Stadt fast völlig vernichtet haben. Das war mir aber nicht mehr klar bis ich die Innenstadt zu sehen bekam.

  

Nachdem ich das mit den Erdbeben wieder gehört hatte war mir trotzdem nicht bewusst in was für einem Zustand die Stadt sein würde. Tot trifft es nicht ganz. Aber von einer lebhaften Stadt kann auch nicht die Rede sein. Die meisten Gebäudekomplexe waren in Trümmern oder Ruinen, leerstehend und baufällig. An einigen Gebäuden wurde natürlich fleißig gebaut und das was wohl mal die Haupt-Einkaufsstraße war wurde mit farbenfrohen Containern neu hergerichtet, wahrscheinlich nur übergangsweise. An vielen Ecken sieht man kreative Ideen um den Lebensstandart wieder zu erhöhen und um ein bisschen Freude und Hoffnung zu erzeugen.
Eine meiner lieblings Ideen war ein Basketballfeld großer Platz umgeben von Lautsprechern, an einem Rand wurde eine Waschmaschine hingestellt. Aber wenn man den Deckel öffnet findet man einen Anschluss um seinen MP3 Player o.Ä anschließen zu können. Wenn man dann eine Münze in die Waschmaschine schiebt - wie um sie zu starten – läuft diese für eine halbe Stunde und deine eigene Musik schallt aus den Lautsprechern drum herum.




Es gibt noch viele weitere solcher Beispiele. Aber alles wirkt auch ein wenig fehl am Platz. Ein wunderschöner Fleck und rund herum ist alles heruntergekommenen und kaputt... Es wird wohl noch viele Jahre dauern bis alles wieder aufgebaut ist. Und bis dahin fällt es schwer überhaupt zu finden was man sucht. Normalerweise findet man alles an jeder Ecke in so einer großen Stadt. Hier läuft man auf einen Starbucks zu den man zwei Ecken weiter sieht und muss dann feststellen, dass alles leer steht, weil das Gebäude als einbruchgefährdet markiert wurde.
Es bedrückt einen sehr in den Straßen zu laufen und einfach kein bisschen Geschäftigkeit einer Großstadt zu erleben obwohl man sehen kann, dass sich hier teilweise Laden an Laden gereiht haben muss.



Natürlich gibt es auch Gedenken an die Opfer der Erdbeben. Am eindrucksvollsten empfand ich die „Empty Chairs“. Auf einem Platz wurde für jede Person die bei dem Erdbeben ums Leben gekommen ist ein Stuhl hingestellt. Nicht etwa ein einheitlicher Stuhl sondern ganz unterschiedliche, um begreiflich zu machen, dass jeder der Menschen eine eigene Persönlichkeit hatte und dass dieser Stuhl, der vielleicht an den Esstisch einer Familie gehört für immer leer bleiben wird...



Christchurch bleibt aber deutlich eine kreative und bunte Stadt die die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat und trotz der teils bedrückenden Stimmung ist es doch sehr sehenswert. Auch um sich begreiflich zu machen, dass bei eine so starken Katastrophe das Leid nicht aufhört nach kurzer Zeit nur weil die Medien plötzlich nicht mehr davon berichten und es keine Spendenaufrufe mehr gibt...


30März
2014

Die letzte Zeit in Australien

 

Nachdem Jenny wieder nach Hause fliegen musste brauchte ich einige Zeit um mich wieder an meine Einsamkeit zu gewöhnen. Nicht, dass es prinzipiell schwer wäre hier Leute zu finden und sich anzufreunden, aber sich an den gleichen Orten aufzuhalten an denen ich vorher MIT Jenny war, nur jetzt ohne, war ziemlich hart.

Aber irgendwann hatte ich mich soweit wieder gefangen und verbrachte meine Zeit im echten Surfer Paradies Byron Bay. Dort lernte ich dann auch irgendwann ein paar Leute kennen mit denen ich surfen gehen konnte und dass ich nicht nur einsam irgendwo rumhänge – das Leben geht weiter.



Und dann kam irgendwann noch die Janine von Sydney hoch und wir verbrachten ein paar Tage noch zusammen in Byron Bay und trafen auch zufällig noch auf Deli und Michael und so waren wir, zusammen mit den Leuten die ich noch kennen gelernt hatte, eine kleine Surferclique für wenige Tage. Und gemeinsam surfen macht um einiges mehr Spaß als alleine, wie so ziemlich alles.



Danach reiste ich mit Janine nochmal hoch nach Brisbane. Diesmal mit etwas mehr Zeit, sodass wir auch noch ein bisschen was auf dem Weg mit nehmen konnten wie Tambourine Mountain oder die Natural Bridge.



In Brisbane trennten sich dann unsere Wege wieder und Janine suchte sich dort einen Job und Wohnung, während ich mich daran machte mein Auto jetzt endlich los zu werden damit es nach Neuseeland gehen konnte. Es hatte sich schon viel länger hin gezogen als ich es vor hatte. Aber es schien nicht die beste Zeit zum Autoverkauf zu sein.

 

Am Ende kaufte der Erste der wenigstens mal einen Blick drauf geworfen hatten mir Ieev für einen halbwegs vernünftigen Preis ab. Dann konnte ich, nachdem ich noch einen kleinen Zwischenstopp in Janines neuer Wohnung machen durfte, endlich nach Neuseeland abreisen!



Zumindest dachte ich das...
Am Flughafen angekommen wollte ich mein Gepäck aufgeben, aber über den Self-Check-In Schalter ging es aus irgendeinem Grund nicht. Also kam mir freundicherweise eine nette Angestellte meiner Airline zur Hilfe und führte mich zu den richtigen Check-In-Schaltern, wo ich zuvor weggeschickt worden war weil es angeblich nur für Business und 1. Klasse war. Dafür trängelte sich die Angestellte mit mir direkt nach vorne und half mir mein Gepäck einzuchecken. Ich hatte zwei Gepäckstücke, wie es mir online zugesagt worden war. Aber die Dame am Schalter wollte davon nichts wissen und wollte mich nicht damit durch lassen. Also sprang die nette Dame von vorher mir wieder zur Hilfe und checkte mein Gepäck kurzer Hand selbst am nächsten freien Schalter ein. Wo es aber schon wieder zum nächsten Problem kam – angeblich brauchte ich einen Weiterflug von Neuseeland um einreisen zu dürfen...
Also drängelten wir uns zum nächsten Schalter und der nette Herr dort versuchte mit all seinen Mitteln mir weiter helfen zu können ob ich nun wirklich einen Flug brauchte oder mich irgedwie durch mogeln könnte. Aber trotz der langen und aufwendigen Hilfe konnten die beiden nichts daran ändern, dass ich einen Weiterflug brauchte. Sie checkten sogar noch für mich, wie es für mein nächstes Ziel (Fidschi) aussah und informierten mich darüber, dass ich dort das gleiche Problem haben würde.
Also schnappte mich wieder die Dame und führte mich wo ganz anders hin. Hier waren Schalter bei welchen ich direkt einen Flug buchen könnte. Der Plan war, so sagte sie mir, dass ich einen billigen Flug buche und diesen dann kurzerhand einfach wieder storniere wenn ich in Neuseeland ankam. Aber der Herr an diesem Schalter gab sich weniger kooperativ und meinte ich müsste so oder so 100$ zahlen die mir verloren gingen sollte ich stornieren. Also meinte ich dass ich dann lieber online einen billigen Flug suche zu einem Termin der mir ungefähr passt und direkt nach Fidschi...
Also wurde ich wieder mit genommen und ehe ich wusste wos hin ging ware wir schon bei den Sicherheitskontrollen. Weil die nette Dame von der Airline ein so hohes Tempo vorlegte vergas ich natürlich alles was man bei den Kontrollen beachten sollte. Also schmiss ich einfach meinen Rucksack aufs Band und wollte durch gehen. Aber natürlich piepte es wegen meinem Gürtel. Also den noch schnell aus, wieder durch, und da wurde mein Rucksack hoch gehalten und gefragt wessen das sei... also musste ich wieder raus und meinen Laptop und alle Elektronik raus nehmen und extra legen und wieder durch. Mittlerweile machte ich wohl einen etwas gehetzten und verdächtigen Eindruck weil schon kam die nächste Sicherheitskraft auf mich zu und nahm mich mit um auch noch Sprengstofftests an mir und meinem Rucksack durchzuführen... Wenigstes war alles damit dann durch und wir konnten weiter.
Die Airlinedame ging mit mir zu einem weiteren Schalter (unfassbar wie viele verschiedene Schalter diese Airline hat...) und erklärte den Leuten meine Situation und dass ich jetzt selbst einen Flug buchen würde und ich dann erst meinen Boarding Pass ausgehändigt bekommen würde.
Also durfte ich das dort zur Verfügung gestellte W-Lan benutzen und mir so schnell wie möglich (was trotzdem eine Ewigkeit dauerte bei meinem langsamen Computer) einen Flug buchen.
Mein Computer war noch nicht mal hoch gefahren, da wurde ich schon gefragt ob ich schon eine Buchungsbestätigung hätte...

Am Ende ging es dann doch alles gut und ich konnte zum Glück ohne große Probleme einen einigermaßen vernünftigen Flug finden und bekam daraufhin endlich meinen Boarding Pass.

Und damit ist wohl mein Australienabenteuer (fürs erste) zu einem Abschluss gekommen und ich musste mich mit dem Gefühl Australien eventuell nie wieder zu sehen verabschieden.

 

15Februar
2014

Die letzte Zeit mit Jenny

Nach Sydney haben wir nicht mehr als zu viel Zeit für die weite Strecke die wir noch vor uns haben. Also fahren wir recht zügig die Gold Coast hoch und nach einem Zwischenstopp in Byron Bay und Nimbin (ein kleines Hippie Dorf in den Bergen) fahren wir zunächst an Brisbane vorbei um uns die Sunshine Coast anzusehen. Unser Hauptziel ist allerdings Fraser Island.
Um dort hin zu kommen fahren wir über den langen Strand und durch den National Park bei Rainbowbeach und campen zwei Nächte direkt auf dem Strand.



Über eine kurze aber extrem teure Fährenfahrt kommen wir dann auf Fraser Island an. Es ist eine Sandinsel und ein 4x4 Funpark. Ich war schon zwei Mal hier auf meinem letzten Trip und es lohnt sich doch immer wieder. Und es ist schön das alles auch Jenny zeigen zu können. Ich denke das größte Highlight dürfte für fast alle Lake McKenzy sein. Es ist ein Süßwasser See Mitten auf der Insel mit kristallklarem Wasser und schneeweißem, super feinen Sand. Dadurch, dass rund um den See am anfang nur langsam tiefer wird und es dann aber plötzlich ganz steil runter geht wird der komplette See von einem hellblauen Ring umgeben wo das Wasser noch nicht tief ist.



Es gibt natürlich noch viel mehr Dinge zu sehen wie zum Beispiel das Maheno Schiffsfrack, bunter Sand, besondere Sandformationen und noch viele weitere Seeen.
Und natürlich alles offroad :D



Nach drei Tagen Fraser Island geht es noch ein letztes Mal weiter Richtung Norden nach Bundaberg um die dortige Rum Destillerie zu besuchen und Proben zu bekommen. Außerdem wird dort ein spezieller Likör verkauft den man sonst nirgends bekommt – was ich aber nicht wusste das letzte Mal. Diesmal konnte ich also gleich mal eine Flasche kaufen und Jenny mit geben. Ein paar von euch dürfen sich also schon mal darauf freuen ;)



Dann wurde es Zeit, dass wir uns wieder auf den Weg Richtung Brisbane machten.
Aber nicht ohne vorher noch die Makadamia und Gingerbread (Lebkuchen) Fabrik zu besuchen.

Auch Spongebob wurde ein Besuch abgestattet.



In Brisbane angekommen gönnten wir uns nochmal ein Hotelzimmer für die letzten zwei Nächte. Und das Bett... Man kann nicht beschreiben wie unfassbar bequem es war!
Als Jenny sich hinlegte fing sie nur an zu kichern und ich konnte nicht verstehen wieso man wegen einem bequemen Bett kichern muss... Bis ich mich dann selbst hin legte und auch anfing ^^
Anscheinend handelte es sich um ganz spezielle Betten auf die diese Hotelkette auch ein Patent hatte. Und ich hoffe einfach, dass wir irgendwann nochmal in eins dieser Hotels kommen. Einfach um nochmal diesen unglaublichen Komfort zu erleben xD



Und dann war auch schon der Moment des Abschieds gekommen.

Ich will euch die Einzelheiten ersparen, aber es war wirklich schwer und tränenreich sich wieder von einander zu trennen. Und selbst jetzt, drei Monate später, macht es mich noch traurig mich daran zurück zu erinnern.




und nochmal ein paar Fotos:

05Februar
2014

Sydney, Janine, Blue Mountains

Da Janine, meine Schwester, gerade in Sydney ist treffen wir uns direkt mit ihr als wir dort ankommen und dürfen mal wieder die Annehmlichkeiten einer Wohnung genießen. Aber nicht lange. Nach einer von Janine geführten Stadtführung durch Sydney geht es dann auf einen gemeinsamen Trip in die Blue Mountains.



Leider werden die eigentlich umwerfenden Aussichten von einer dicken Nebelbank versperrt. Also „nutzen“ wir das weniger gute Wetter und fahren zu den Jenolan Höhlen.



Das Besondere ist, dass die Gebirgsstraße DURCH die Höhle führt. Ja, ich weiß so ziemlich jeder hat schon mal einen Tunnel gesehen. Aber es ist doch nochmal etwas anderes ;-)
Nach ein bisschen Höhlenerkundung geht es weiter zum Campingplatz der am Ende einer ziemlich langen unbefestigten Straße liegt. Dass es so langsam dämmert und ungefähr eine Millionen Wallabies überall rumhüpfen, ist auch nicht gerade förderlich. Aber wir kommen gut an und bekommen schon nach kurzer Zeit weiteren Besuch. Irgendein gepunktetes maderähnliches Tier scheut sich nicht in unserem Camp umherzustreifen und später lernen wir, dass es sich hierbei um ein recht seltenes „Quoll“ handelte.



Überhaupt scheint Janine die seltene Tierwelt anzuziehen. Wir sind uns immer noch nicht sicher, aber wir glauben auch einen der „sagenhaften“ Lyre-Vögel gesehen zu haben.

Am nächsten Tag nahmen wir einen kleinen Umweg in Kauf um noch eine weniger bekannte Höhle erkunden zu können. In meinem Fall hauptsächlich, weil wir dafür nochmal richtig offroaden mussten!
Während Janine und ich unseren Spaß haben die Grenzen von Ieev zu erproben, scheint Jenny aus irgend einem Grund immer mehr Zweifel zu bekommen dass wir es heil wieder auf eine befestigte Straße schaffen werden.
Aber bis auf zwei sehr steile und holprige Stellen mit einmal aufsetzen war alles keine große Herausforderung für Ieev. Zugegeben die beiden genannten Stellen waren tatsächlich grenzwertig. Doch wir haben alles gemeistert und mussten auch nur einen Reifen wechseln auf dem Weg.
Bei der „Höhle“ angekommen müssen wir feststellen, dass wir die Höhle nirgends finden können. Nach langem suchen im Unterholz geben wir es irgendwann auf und fahren wieder zurück.



Da das Wetter ein wenig besser ist versuchen wir nochmal unser Glück eine bessere Aussicht von den Three Sisters zu erhaschen, und tatsächlich können wir sie endlich bewundern, zumindest kurz bis es dann anfängt zu regnen. Also campen wir in der Nähe und am dritten Tag geht es wieder zurück nach Sydney.



Bevor es weiter Richtung Brisbane geht, warten wir noch zwei Tage in Sydney. Denn es ist Australia Day weshalb es nicht lohnt irgendwo hin fahren zu wollen, weil alles überfüllt sein würde.



Also gehen wir zu dritt zum Darling Harbour und schauen uns das Feuerwerk an. Das Feuerwerk in Sydney an Silvester ist schon legendär. Ich habe nicht das Neujahrsfeuerwerk gesehen, aber schon dieses Feuerwerk am Australia Day war wunderschön und beeindruckend!
Anscheinend sind Feuerwerke so eine Art Hobby von Sydneysizern, denn Janine hatte schon ständig von Feuerwerken erzählt die so fast jede Woche irgendwo stattzufinden scheinen.



Dann ist es Zeit so langsam weiter zu reisen. Jenny und ich haben noch eine gute Strecke vor uns und so müssen wir uns von Janine verabschieden und fahren weiter gen Norden.


17Januar
2014

Die schönste Zeit

Australien hat so einiges zu bieten und jeder der schon einmal hier war wird mir zustimmen, dass zum Beispiel die Great Ocean Road mit zu den schönsten Attraktionen gehört die man hier sehen kann. Natürlich gibt es noch hunderte weitere Beispiele für die atemberaubende Schönheit Australiens, nicht nur in der Natur, sondern auch die allgemeine Atmosphäre durch die Mentalität der Australier. Und das ist es doch worum es eigentlich geht: Die Menschen! Ein Land kann noch so schön sein, wenn die Menschen um einen schrecklich sind wird man kaum Freude an schönen Stränden und gutem Wetter haben. Aber umgekehrt kann auch die langweiligste Einöde zu einem echten Spaß werden wenn man nur gute Gesellschaft hat!
Und ich hatte mit Jenny die aller Beste.



Aber davor musste ich die wohl längsten paar Stunden meines Lebens durchstehen bis ich sie endlich am Flughafen in Adelaide nach 7 Monaten wieder in die Arme schließen durfte.
Es war allgemein eine sehr emotionale Stimmung auf dem kleinen Flughafen. Die meisten Leute waren dort um ihr Lieben abzuholen und bei den meisten merkte man, dass auch schon lange Zeit vergangen war. Und der nette Mann von der Security hatte sichtlich Mühe die sich begrüßenden und umarmenden Menschen dazu zu drängen weiter zu gehen um für die nächsten Leute Platz zu machen. Am ergreifendsten war wohl als ein Mann durch die Tür kam und zwei kleine Kinder voller Freude durch die Absperrung rannten und laut „Daddy! Daddy!“ riefen und auch der Vater vor Freude kaum seine Tränen zurück halten konnte.
Mein persönliches Highlight ließ allerdings bis fast zum Schluss auf sich warten...
Aber es lohnte sich allemal. =)


Die Strecke von Adelaide nach Melbourne und hoch über Sydney nach Brisbane habe ich schon einmal in umgekehrter Reihenfolge bereist. Und doch war es diesmal eine völlig neue und sehr viel schönere Erfahrung als das letzte Mal. Ich würde sogar sagen, dass es die wohl schönste Zeit war die ich jemals auf meinen Reisen erlebt habe.

Ich will euch nicht zu sehr mit meinem Schwärmen langweilen, also erzähle ich lieber mal wie so der Trip selbst aussah!

Nachdem wir Silvester in Adelaide verbracht haben fuhren wir in Richtung Great Ocean Road. Zuvor hatte ich Ieev noch neue Schuhe gekauft und den Motor komplett auseinander nehmen und reparieren lassen damit wir sorglos die gut 3000 km bewältigen können.



Aber schon nach ein paar Tagen war ich mir nicht so sicher ob das so sein würde. Der Motor roch seltsam und irgendwie war immer mehr Öl unter der Motorhaube. Anfangs dachte ich die Mechaniker hätten ihren Dreck einfach nicht sauber gemacht, aber es wurde bald deutlich, dass irgendwo was nicht in Ordnung ist. Also ging es gezwungenermaßen nochmal zu einem anderen Mechaniker bevor wir auf die Great Ocean Road fuhren und uns wurde gesagt, dass wir so ziemlich keinen Tropfen Öl mehr im Motor hatten. Das war nicht schwer zu glauben, wenn man sich die Sauerei unter der Motorhaube anschaute. Also wurde schnell mit dem Mechaniker von Adelaide abgeklärt, dass, wenn es deren Schuld war die auch die Kosten für diese Reparatur übernehmen würde. Ich muss zugeben, dass ich nicht wirklich große Hoffnung hatte, dass das der Fall sein würde. Selbst wenn es deren Schuld war musste der neue Mechaniker erst mal nachweisen, dass es tatsächlich so war und ihm konnte es ja egal sein wer für die Rechnung bezahlt und irgendwie hatte ich das ungute Gefühl, dass er es sich lieber mit einem Backpacker als mit einem Kollegen verscherzt...
Nach einem ganzen Tag ein kleines Dörfchen erkunden gingen wir kurz bevor der Mechaniker Feierabend macht hin um zu sehen ob meine Ieev die Operation gut überstanden hatte, denn angerufen hatte natürlich niemand.
Zum Glück war sie fertig und der Mechaniker, war so freundlich in unserem Beisein seinen Kollegen aus Adelaide anzurufen und ihm zu erklären, dass es tatsächlich deren Schuld war. Und damit durften wir endlich weiter fahren. Puh... nochmal Glück im Unglück gehabt!
Und seit dem lief Ieev auch ohne Probleme und war lediglich ein klein bisschen durstiger als vorher.

Mittlerweile war auch endlich wieder gutes Wetter sodass es am Ende doch super passte für die Great Ocean Road. Davor gab es mehrere Tage schlimme Gewitter an der Küste, sodass wir uns in der Zeit in die Berge (genauer gesagt Grampians) flüchteten und dort die wohl längste und anstrengendste Wanderung unserer Reise zum Gipfel antraten. Die Aussicht lohnte sich aber alle Mühe! (behaupte ich zumindest mal :p)

                                                                        

Die Great Ocean Road ist unverändert seit ich das letzte Mal vor drei Jahren dort war. Eventuell ist es wieder ein Apostel weniger oder so...



Natürlich haben wir uns auf dem Weg so einiges angesehen und erlebt und Jenny hatte ziemliches Glück die meisten australischen Tiere in ihrer kurzen Zeit hier in freier Wildbahn erleben zu dürfen.
Die erste Begegnung gab es sogar direkt am ersten Abend nach Adelaide auf unserem aller ersten Campingplatz. Es war schon dunkel als wir ankamen und wir hatten Glück direkt neben einem Tisch mit Bänken parken zu können. Natürlich leuchteten wir kurz unter die Tischplatte um sicherzugehen, dass auch keine bösen giftigen Spinnen uns das Abendessen verderben. Es gab ein paar zerfledderte Spinnenweben, sah aber ansonsten gut aus. Also kein Problem, lecker zu Abend gegessen und beim spülen schaute ich aus irgendeinem Grund noch einmal drunter und musste mit einem kleinen Schock feststellen, dass wir die ganze Zeit an einem Tisch mit über einem Dutzend Redbacks (schwarze Witwen) saßen die sich wohl vorher versteckt hatten. So viel zu meinem Vorhaben hier gut auf Jenny aufzupassen...

Aber es gab auch so einige angenehmere und willkommenere Begegnungen mit der australischen Tierwelt. So trafen wir auf Wallabies, Emus, Koalas, Robben, Wombats, Flying Foxes, Kookaburras und später sogar einem Quoll. Alle samt so nah, dass man sie hätte anfassen können. Auch eine kleine Schlange kreuzte unseren Weg, lies sich aber von uns nicht sonderlich stören. Krokodile und Haie blieben Jenny zum Glück erspart.




Nach einem kurzen Aufenthalt in Melbourne ging es relativ zügig rüber zur Ostküste um uns von dort aus die Strecke nach Sydney hoch zu arbeiten. Ein schöner Strand nach dem anderen und auch das Hinterland ist sehr schön in der Ecke. Kangaroo Valley zum Beispiel wo wir kein einziges Känguru, dafür aber zum ersten Mal ganz viele Wombats zu sehen bekamen.
Nach so vielen schönen idyllischen Örtchen und Stränden wird es einem irgendwann doch zu blöd sich jetzt NOCH einen weiteren Strand anzusehen. Und wir verschwendeten nicht mehr zu viel Zeit und sahen zu, dass wir so langsam endlich mal nach Sydney kamen.
Vorher gings nur noch mal kurz in einen buddhistischen Tempel

Aber es ging in der Zeit als Jenny bei mir war auch weniger um das was wir sehen und erleben, als vielmehr darum einfach die Zeit zusammen und mit einander zu verbringen und einfach zu genießen sich zu haben. Natürlich sind schöne Strände trotzdem willkommen ;-)

 

 

hier noch ein paar Fotos:
 

25Dezember
2013

Abkürzung?

Manchmal hat man so richtig gute Einfälle hier und denkt sich man könnte ja einfach diesen oder jenen Weg einschlagen, um auch mal etwas Offroad-Spaß zu haben oder geheime Wunder zu entdecken, die nicht direkt am Highway liegen. Oder aber man will einfach, wie in unserem Fall, eine Abkürzung nehmen. Anstatt den großen Bogen zu fahren nehmen wir also einfach die Dirtroad mitten durch!
200 km Gravel Road - kein Problem. Mit 80 km/h sind wir in 2 ½ Stunden wieder auf dem Highway und es wird gerade erst dunkel. Also ist es beschlossen und schon als die Straße anfängt, werden wir von einem großen Schild gewarnt: „Kein Wasser und kein Benzin für die nächsten 194 km!“
Benzin- und Wassertank sind voll also soll uns auch das nicht abhalten. Und am Anfang ist es auch noch schön asphaltiert. Aber dann kommt die nächste Warnung: „Straße nur mit Geländewagen passierbar! Schlechte Straßenverhältnisse – kann gefährlich werden!“
Nach unendlich vielen 4WD-Tracks fahren wir aber unerschrocken weiter und bisher fährt es sich noch angenehm.
Nach einigen Kilometern fängt es dann aber an. Die Straße wird enger, der Boden unebener, und unerwartete Schlaglöcher machen es beim einsetzenden Regen unmöglich weiterhin 80 km/h zu fahren. Dazu werden wir immer mal wieder daran erinnert, dass von jetzt an die Straßenverhältnisse schlechter werden und wirklich nur mit einem Geländewagen weiter gefahren werden sollte! Aber einen solchen fahre ich ja! Und es gab schon schlechtere Straßen die ich gefahren bin.
Dadurch, dass ich aber langsamer fahren musste wurde es auch solangsam doch schon dunkel und die Löcher immer schwerer zu sehen.

 

Und da kam der erste große Schock!
Nach einem besseren Straßenabschnitt hatte ich wieder auf meine 80km/h beschleunigt und es ging leicht bergab. Weiter unten konnte ich sehen, dass der Boden etwas dunkler war als der Rest, was aber nicht unbedingt etwas zu heißen hat, weil der Untergrund hier ständig wechselt. Trotzdem ging ich vorsichtshalber etwas vom Gas, falls es noch nicht ganz hart gewordener Schlamm ist. Ich konnte auch sehen, dass eine Autospur vorsichtshalber einen Bogen gefahren ist, aber auch eine Spur die direkt durch führt. Also fahre ich mit kaum weniger hoher Geschwindigkeit direkt rein. Kurz bevor wir darauf treffen sehe ich dann, dass es eine etwa 20 Meter lange Strecke ist die wohl mal tiefer Schlamm war, jetzt aber hart ist. Leider ist es aber mit metertiefen Rillen und Löchern versehen. Ich folge der Reifenspur die anscheinend den einzigen sicheren Weg über diese Schluchten im Boden markiert und kaum breiter ist als meine eigenen Reifen – unfähig zu bremsen aus Angst von der Spur abzukommen und in eines der tiefen Löcher zu fahren, die defnitiv selbst mit Geländewagen ziemlichen Schaden angerichtet hätten bei der Geschwindigkeit. Es fühlt sich an wie eine Ewigkeit und als wären es nicht nur Löcher im Boden, sondern als würden wir mit dem Auto über Blanken fahren die über eine riesige Klippe gespannt wurden! Und plötzlich sind wir auf der anderen Seite! In Sicherheit! Und können kaum fassen was gerade passiert ist. Ob einfach nur Glück oder sagenhafte Fahrkünste, darüber streiten wir uns immer noch. Aber eins ist sicher: ein kleiner Fehler und die Karre wäre hin gewesen.

Aber das war noch relativ am Anfang unserer „Abkürzung“.
Die „Straße“ nimmt einfach kein Ende! Mittlerweile ist es stockdunkel und wir sind uns nicht mal sicher ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. Es gab nicht wirklich Kreuzungen oder ähnliches an denen wir uns hätten falsch entscheiden können aber da wir schon seit einer Stunde wieder auf dem Highway sein wollten, kommen solangsam Zweifel auf.
Die Landschaft wechselt zu waldähnlichem Gestrüpp. Aber wenigstens sehe ich die Schlaglöcher im Scheinwerferlicht wieder besser. Trotzdem lassen die Straßenbedingungen kaum zu viel schneller zu fahren. Dazu kommt die Gefahr durch Kängurus und anderes Getier.
Und die Fantasie! Nach zu vielen Horrorfilmen wie „Wrong Turn“ oder „Wolf Creek“ hat der Backpacker natürlich ein paar Ängste durchzustehen, so ganz alleine im Nirgendwo auf einer kaum befahrenen Straße im Dunkeln mit einem Boden der offensichtlich vor hat das Auto zu zerreißen und Reifen die schon vor 10.000 km hätten ausgetauchst werden müssen!
Also wird die Stimmung mit Horrorgeschichten noch ein bisschen eingeheizt bis alle tatsächlich riesen Schiss haben!

Der Boden ist also nicht mehr das einzige auf das ich achte. Sondern auch noch auf die Büsche – weniger Angst vor Kängurus als vor einem Serienmörder! Was tun wenn plötzlich jemand auftaucht? Vielelicht braucht er unsere Hilfe?! Wahrscheinlich sogar, mitten in der Dunkelheit und ganz allein! Und wir hätten zu viel Angst vor einem Psychokiller, wegen all den Geschichten, sodass wir den armen Kerl eher umfahren würden als ihm zu helfen.

Eine weitere Angst wächst: Was wenn die Straße doch falsch ist und nicht zu unserem Highway führt sondern zu einem Anwesen (wäre nicht das erste Mal!). Und wären die Bewohner friedlich?!
Wohl kaum! Also stelle ich mich auch darauf ein in gegebenen Fall direkt umzudrehen und den ganzen Weg wieder zurück zu fahren!


Tatsächlich treffen wir auf ein Tor! Mitten im Wald und über die komplette Breite. Es ist halb offen. Gerade weit genug, dass man durch fahren kann ohne zu bremsen und der komplette Zaun ist voll gehangen mit verschiedensten Kleidungsstücken!!! Eventuell nur eine Tradition oder es soll schön aussehen... Für uns ist es der pure Horror!
Wir fahren trotzdem weiter und ich versuche Makiko zu beruhigen (und mich auch ein wenig).
Denn nicht selten führt eine öffentliche Straße hier durch private Grundstücke.
Die Kleidungsstücke sind trotzdem grußelig!
Nach einer weiteren Ewigkeit kommt noch so ein mit Kleidungsstücken voll gehangenes Tor und wir hoffen einfach, dass dieses den AUSgang und nicht einen weiteren Eingang makiert. Irgendwann... nachdem es von unserem Gefühl her schon längst zwei Mal wieder hätte hell werden müssen, kommen wir auf den Highway! Der Asphalt und die Lichter eines heruntergekommenen Motels kommen uns vor wie eine Oase des Lichts! Wellen der Erleicthterung! Sicherheit!

Und so sind wir einfach unglaublich erleichtert auf einer verdreckten Raststätte endlich anhalten zu können. Direkt am Highway ohne kleidungsbehangene Zäune.

 

24Dezember
2013

Von West nach Adelaide

Von Edoardo frisch aufgepäppelt und erholt vom Reisen ist es irgendwann doch wieder Zeit ein bisschen Weg zu machen. Denn schon in zwei Wochen wollen wir in Adelaide sein, damit Makiko ihren Flug nach Tasmanien bekommt und ich pünktlich dort bin, wenn Jenny (meine Freundin) mich besuchen kommt.
Also wird die Karre voll getankt mit allem was geht und ab geht’s.

Unser erstes Ziel ist zum Glück nicht weit weg und nennt sich Margaret River.
Noch verwöhnt von den vielen Weinproben bei Busselton klappern wir auch hier verschiedene „Fabriken“ ab und stauben alle möglichen kostenlosen Proben ab. Von Buttertofee, über Schokolade zu Schokoladenlikör, Delikatessen, Honig und Honigwein. Sehr delikat! Gekauft wurde aber nicht viel außer ein überteuertes Nusspesto und ECHTES Brot! Eine wahre Rarität hier in Australien.

                 

Wir waren zur richtigen Zeit dort um einen Surfkontest mit erleben zu dürfen. Ich behaupte mal es war die Meisterschaft von Western Australia. Sicher bin ich mir aber nicht. Gut surfen konnten aber alle. Irgendwann gab es aber eine Hai-Warnung und der Contest wurde für mehrere Stunden unterbrochen.
Also fuhren wir selbst zu einem anderen Strand und ich versuchte mich auch endlich mal wieder am surfen. Aber nur kurz, dann wurde auch dieser Strand geschlossen wegen einem Hai. Na gut, dann eben nicht...

Da das Meer anscheinend momentan nicht so gut auf uns zu sprechen ist geht es eben etwas ins Inland zum Karri Forrest. Urzeit Wälder in ihrer vollen Pracht. Bäume so hoch und dick wie Hochhäuser! Und das Beste: Man kann auch auf ein paar hochklettern. 70 Meter hoch bis in die Krone. Nicht etwa von Ast zu Ast hoch angeln, nein, Äste gibt es erst in den Kronen; sondern einfach ein paar Eisenstangen in den Stamm und als Leiter benutzen! Anstrengend so hoch zu klettern? Ja! Verrückt? Wahrscheinlich! Gute Aussicht? Definitiv!

                 

Wo anders müsste man wohl unendlich viel bezahlen und verschiedenste Sicherheitsvorkehrungen beachten. Hier steht der Baum mit den Eisenstangen einfach im Wald und jeder kann wie er möchte einfach die 70 Meter hoch klettern.

Zurück auf sicherem Boden versuchen wir uns wieder am Meer und fahren nach Albany.
Albany ist eins der vielen Küstenstädtchen hier mit schönen Stränden und beeindruckenden Klippen.



Außerdem gibt es hier... Whisky! Uns wurde empfohlen uns die Destillerie anzuschauen und die Empfehlung kann ich nur weiter geben. Selbstverständlich gab es wieder Proben. Der Unterschied: Die Destillerie hat mit einem ihrer Whiskys irgendeinen hohen Preis abgesahnt, weil er so gut ist und damit kostet die Flasche 500$! Das Gute ist, dass die netten Leute dort wissen, dass kaum jemand so viel Geld für einen Tropfen Whisky ausgibt und daher durften wir auch den Preisgekrönten testen und, man glaubt es kaum, aber er war tatsächlich sehr lecker!

Wieder genug vom Wasser führt uns unser Weg wieder ins Inland. Diesmal noch weiter! Man kann es guten Gewissens schon Outback nennen. Die Rede ist von „Wave Rock“. Eine Felsformation mitten im Nirgendwo so geformt wie eine große Welle. Natürlich muss man sich das auch mal anschauen. Außerdem: Wann hat man schon mal die Gelegenheit die härteste Welle der Welt zu reiten?!



Unser letzter Stopp ist nochmal das Meer bei Esperance! Berühmt dafür die schönsten Strände zu beherbergen (Australiens? Western Australiens? Nur in Esperance? Keine Ahnung. Wird immer nur gesagt „die schönsten Strände“).

                                                          

Leider spielt das Wetter nicht mehr ganz so mit und so verbringen wir nicht zu lange hier sondern machen uns schon mal auf den Weg zu den Nullabour Plains. Die Nullabour sind ca. 2000km NICHTS! Die längste gerade Straße Australiens befindet sich hier, aber ansonsten gibt es wirklich nichts zu sehen. Aber leider muss man nun mal hier lang.
Und weil es ein so langer Weg ist wollten wir wenigstens dort hin etwas Abkürzen. Diese Abkürzung schlug aber etwas fehl... Aber dafür schreibe ich noch mal einen extra Blog.

Interessanter Fakt: Die Australier machen was sie wollen mit ihren Zeitzonen und hier in den Nullabour gibt es doch tatsächlich eine Gegend die 45 Minuten vor Western Australia liegt und 15 Minuten nach Victoria (der nächste Bundesstaat). Schon verrückt genug, dass Victoria eine halbe Stunde unterschied zu South Australia hat aber 15 Minuten?!
Was soll man dazu sagen?



Nach einigen Tagen scheiß Wetter kamen wir dann endlich in Adelaide an. Eigentlich sollte man von Glück reden, dass das Wetter so schlecht war. Denn ein paar andere Kollegen aus Broome die ein paar Wochen vor mir los gefahren sind kamen in eine Hitzewelle während sie in den Nullabour waren sodass der Motor überhitzte!

                                                     

In Adelaide angekommen war auch nicht mehr viel Zeit bis Makiko ihren Flug erwischen musste und schon hatte ich mein Auto endlich mal wieder für mich allein!
Natürlich will man nicht alleine reisen, aber nach eineinhalb Monaten ist man doch mal ganz froh auch wieder etwas Zeit für sich und echte Privatsphäre zu haben.

                                            

Da ich noch ein paar Tage Zeit habe bis Jenny endlich kommt kann ich Weihnachten und ein paar Tage danach noch mit Deli und Michael verbringen die momentan in Adelaide wohnen. Und so kam ich auch endlich mal wieder dazu surfen zu gehen.
Ein wenig mulmig wurde es mir noch einmal als ich nur aus dem Augenwinkel sehe wie etwas großes plötzlich wieder untertaucht und ich noch eine Flosse sehe! Aber es handelte sich zum Glück nicht um einen Hai sondern einen neugierigen Delfin der sich richtig nah an uns dran traute und dann doch wieder das Weite suchte. Aber damit habe ich auch mein „Schwimmen mit Delfinen“ abhaken können =)

                 

Und damit ist dieser Reiseabschnitt abgeschlossen.

10Dezember
2013

Einleitung

 

Zugegeben, es ist eine Weile her!
Aber JA, ich bin immer noch unterwegs und hab auch seit dem 10. Dezember 2013 so einiges erlebt. Vollständigkeitshalber möchte ich hier also dort anknüpfen wo ich meinen Blog aufgehört habe und zusammenfassen was ich seitdem so erlebt habe. Dass das alles jetzt schon über drei Monate her ist dürft ihr gerne außer Acht lassen und spielt auch eigentlich keine Rolle. Denn Zeit ist nicht so wichtig auf Reisen.
Also hier die mega super Kurzform für alle lesefaulen:
Westküste runter, rüber nach Adelaide, Makiko raus, Jenny rein, in Sydney Janine besucht, nach Brisbane hoch, Jenny raus, Janine rein, Auto verkaufen, Neuseeland! Wen also die Details nicht interessiere kann direkt zu meinem aller neusten Blog springen 

Bisschen ausführlicher:
Nachdem ich die australische Westküste mit meiner Arbeitskollegin Makiko in meinem super geilen Geländewagen namens Ieev runter gedüst bin und meinen Kumpel Edoardo getroffen habe fuhren wir gen Osten nach Adelaide. Dort traf ich mich ein paar Tage mit Deli und Michael (ein paar alte Freunde), und habe dann Makiko raus geworfen um Platz für meine liebe Jenny zu machen, die mir die Ehre erwies und extra für mich nach Australien geflogen ist. Dadurch hatte ich die wundervollsten zweieinhalb Monate hier in Australien und wir reisten bis nach Brisbane zusammen. Auf dem Weg besuchten wir noch die Janine (meine Schwester) in Sydney (ja sind gerade alle hier! ) und dann in Brisbane, mussten wir uns auch leider schon wieder verabschieden. Von da an versuchte ich dann Ieev zu verkaufen, was eine gute Zeit dauerte, sodass Janine auch schon nach Queensland kam und wir nochmal zusammen von Byron Bay die Gold Coast hoch nach Brisbane reisen konnten.
Nach einiger Zeit hatte ich es dann endlich geschafft noch ein bisschen Geld für Ieev zu bekommen und schon geht’s ab nach Neuseeland! Und hier sitze ich nun!



So viel zu den kurzen Zusammenfassungen.
Da ich diesen Blog aber auch als eine Art Reisetagebuch nutze und es tatsächlich Menschen gibt die sich auch für die Details interessieren versuche ich noch ein paar Blogs zu schreiben die die Zeit etwas ausführlicher wiedergeben. Natürlich gibt es auch ganz viele Fotos wieder, also keine Angst 

 

08Dezember
2013

Roadtrip Westcoast

Wir schreiben den 12. November 2013.
ENDLICH geschafft!
Nach monatelangem täglichen Schuften ist es jetzt an der Zeit sich das Leben schmecken zu lassen.
Keine Termine, keine Verpflichtungen und nur einen ungefähren Plan im Kopf wos denn überhaupt lang und hin gehen soll.
Broome war gut zu mir, aber trotzdem habe ich so langsam genug und will mal wieder neues sehen.

Natürlich muss auch mein ganzes Gepäck irgendwie mit.. also ist Ieev bis unters Dach voll gepackt.
                                       

Das nächste Problem: Meine Reisebegleitung muss auch noch samt Gepäck irgendwo untergebracht werden.
Aber zum Glück ist sie Asiatin und dazu auch noch Japanerin. Sie wendet also irgendwelche Ninja-Tricks an und schafft es damit sich doch noch rein zu quetschen und es sich sogar bequem zu machen!



Also kann es endlich los gehen und wir schauen uns erst mal das Lieblings-Ausflugsziel der Brommeraner an: Cape Leveque. Schöne Strände, eine Perlenfarm, eine Kirche mit Muschelaltar eine Aborigine-Community und unser erster Campspot: 20 Meter entfernt vom Autofriedhof...
Ich nehme das mal nicht als Omen!

  ordentliche Preise hier     

                                   

Und am zweiten Tag unserer Reise sind wir auch schon wieder zurück in Broome! Überrascht
liegt sozusagen auf dem Weg. Aber zum Glück auch nicht lange, und noch am selben Tag geht es Richtung „Gibb River Road“! „Das letzte große echte Abenteuer“ was es hier so gibt.
Offroaden, Flussdurchquerungen, Gravel Road und Natur pur! Ab und zu darf man dann mal von der Holperstraße runter und einen Wasserfall oder eine Schlucht bewundern.
Eine echte Herausforderung für jeden Geländewagen – und ein MUSS für jeden der einen solchen besitzt!

Also wird der Umweg in den Norden in Kauf genommen.
Zunächst führt unser Weg aber zur 200km entfernten Nachbarstadt Broomes: Derby.
Denn bei Derby geht die Gibb River Road (GRR) los – oder endet sie.
Aber so weit kommen wir gar nicht erst. Denn schon bei der ersten Attraktion (einem Flaschenbaum der als Gefängnis benutzt wurde) müssen wir fest stellen, dass schon der erste Reifen absolut platt ist! Soviel zu GRR, Herausforderung für den Geländewagen... schon auf dem Weg dahin machen die Füße schlapp.



Aber das soll uns nicht aufhalten. Zu faul den Reifen zu wechseln wird er kurzerhand einfach wieder aufgepumpt und bis nach Derby gefahren um diesen dort flicken zu lassen.
Wir lassen uns mehrere Angebote machen und nehmen das für den mittlersten Preis und die kürzeste Zeit.

Dann müssen wir leider erfahren, dass die GRR geschlossen ist! Nicht aus den Gründen die wir befürchteten! Denn es ist kurz vor der Regenzeit und wenn der Regen erst anfängt ist die Straße wohl unpassierbar! Nein! Geregnet hat es noch nicht. Dafür gab es riesige Buschbrände weswegen alle ausgeflogen sind und auch wenn die Brände jetzt gelöscht sind macht sich anscheinend niemand mehr die Mühe vor der Regenzeit nochmal dorthin zurück zu kehren.

Manchmal muss man erst mal checken wie tief das wasser ist      

Es bleibt uns also nichts anderes übrig als eine Abkürzung zu nehmen und nur zwei der Ha  uptattraktionen zu bewundern, welche zum Glück direkt am Anfang der GRR liegen und noch geöffnet sind. Von diesen war aber auch nur Tunnel Creek erwähnenswert, bei dem man einem halb ausgetrocknetem Flussbett durch eine stockdunkle Höhle folgen kann bis einem dann doch zu viel Wasser den Weg versperrt.


tunnel creek


Schade, dass die GRR nun doch nicht gefahren werden kann, aber dafür schone ich wenigstens Ieev und wir haben für die Westküste mehr Zeit.



Also geht es noch ein LETZTES Mal nach Broome wo wir bei Makikos (meine Reisebegleitung) Freund für eine Nacht unterkommen und dann geht es endlich weiter in die richtige Richtung, gen Süden! Raus aus den Tropen, schnell weg bevor die Stürme und Zyklone und das schwüle Wetter anfängt!!


Das nächste Ziel heißt Karijini National Park. Auf dem Weg dorthin relaxen wir noch ein bisschen an einsamen Stränden bevor es dann zum großen anstrengenden Wandern geht.


Karijini ist einer meiner Lieblings-Nationalparks von meinem letzten Australientrip!
Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht.
Er besteht sozusagen aus lauter Schluchten und durch alle fließt auch mal mehr mal weniger Wasser. Also klettert man zum Tal und wandert die Schlucht entlang, geht mal ein bisschen Schwimmen, oder an der Felswand klettern, wandert eben einfach über Stock und Stein und alles was einem sonst so im Weg liegt. Dabei stößt man auf die tollsten Anblicke und Felsformationen, muss manchmal recht waghalsige Wege einschlagen oder in Kauf nehmen mit nassen Füßen weiter zu wandern und in jeder einzelnen Schlucht gibt es so viele Highlights zu erleben die man selbst mit Fotos nur ansatzweise begreiflich machen kann.

    

                                                  

Leider waren die nächsten Tage von starkem Wind geprägt der Exmouth ungenießbar machte. Und anscheinend handelte es sich wohl um Ausläufer eines Zyklons nicht weit von Broome gewütet hat! Also tatsächlich nochmal Schwein gehabt.

     ja, das ist eine Schildkröte!     

Vier Tage später, einem weiteren platten Reifen und einem immer größer werdenden Sprung in der Windschutzscheibe, noch weiter im Süden: die Tropen haben wir hinter uns! Der Wind wird etwas schwächer, aber das Gemüse fliegt immer noch vom Schneidebrett.


Für Sharkbay müssen wir aber auch, der Halbinsel folgend, wieder in den Nordwesten Australiens.
Belohnt werden wir mit einem Strand der nur aus Muscheln besteht, wunderschönem Gewässer und einem Nationalpark der komplett aus Sandtracks besteht! Ich bekomme also endlich meinen Offroad Spaß! :D



Und dank der abgefahrenen Reifen (ich bestreite jede Schuld des Fahrers!) auch zum ersten Mal so richtig stecken geblieben! Zum Glück kommen genau in diesem Moment eine Gruppe Franzosen um die Ecke gebogen und schieben die dicke Ieev in weniger weichen Sand, sodass wir weiter düsen können.

Und nach ein paar weiteren Tagen, Kilometern und Sehenswürdigkeiten wird Australien für ein paar Stunden verlassen. Denn Prinz Leonard von Hutt River wollte natürlich auch besucht werden!

                                            

                                   


Das kleine Fürstentum fing mal als Bauernhof an, bis es vor 30 Jahren seine Unabhängigkeit erkämpft hat. Wer Details will kann sich gerne diese Fotos anschauen. Aber ich warne gleich: Der Autor war noch unfähiger die Geschichte spannend zusammen zu fassen als ich!

         

                                     


Jedenfalls ist es ganz goldig was die sich hier aufgebaut haben und das letzte Mal durfte ich die Prinzessin kennen lernen. Diesmal den Prinz höchst persönlich! Lachend
Also schnell den Reisepass für 2$ stempeln lassen (Ein- und Ausreise im selben Aufwasch) und eine kleine aber sehr amüsante Führung bekommen.

                                              


Und schon kommen wir in Perth an und können endlich all den Elektronik Kram aufladen, nachdem unser „Wechselrichter“ (in Folgendem aus Mangel an Coolnes des deutschen Wortes als „Inverter“ bezeichnet) im Auto, sich unseren Ansprüchen nicht mehr gewachsen fühlte und ein Burnout hatte.
Außerdem ist es Dezember! Also kann mein Monatsbart endlich rasiert werden und Friseur wird nach 6 Monaten auch mal wieder Zeit!

In Perth gibt es nicht sonderlich viel zu sehen, aber dafür kann ich mich um all das Organisatorische wegen Steuern etc. kümmern und durch meine japanischen Connections unendlich viel Sushi essen :D

Als Ausgleich wird aber endlich mal wieder richtig gefeiert!

Am letzten Abend geht es dann noch auf ein Jack Johnson Konzert im Kings Park (wohl der einzige wirklich schöne Fleck in Perth).
Vielleicht sollte ich ehrlicherweise VOR ein Jack Johnson Konzert sagen. Denn die 140$ Karten waren schon lange ausverkauft. Also setzten wir uns lieber aufs Gras vor die Absperrung und hören genauso super und können sogar einen Bildschirm sehen.

                                


Und so geht es auch schon wieder weiter Richtung Adelaide.
Nach einem kurzen Stopp in Bunbury zum Delphine bewundern kommen wir endlich nach Busselton! Ein Freund aus Broome hat hier Arbeit und eine Sponsorship (um Australischer Staatsbürger zu werden) gefunden. Also wird er ein paar Tage besucht in seinem riesigen Haus. Und da er ein italienischer Koch ist gibt es endlich mal wieder richtig richtig leckeres italienisches Essen! Dazu noch eine saubere Dusche (die erste in der ich keine FlipFlops tragen musste seit ich in Australien bin!) und ein richtiges Bett! Das Paradies auf Erden!!!


Ja man wird genügsam. Wasser, Bett, Essen. Mehr braucht man nicht. Aber dass in der Umgebung zufälligerweise auch wunderschöne Strände sind und man Seehunde und Wale und Kängurus beobachten kann, nimmt man natürlich auch gerne mit, genauso wie die kostenlosen Weinproben auf jedem der  100 Weingüter! ;-)


Und damit ist die komplette Westküste abgehakt! Jetzt geht es erst mal nur noch Richtung Osten.
Damit dann in Adelaide auch endlich meine Liebste zu mir stoßen kann <3

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